In der Woche vom 13.-17.10. fand unter dem Motto „BalanceAkt“ an den bayerischen Schulen die Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit in den Jahrgangsstufen 5-11 statt. Den einzelnen Jahrgangsstufen wurde ein abwechslungsreiches Programm angeboten, das auch die Partizipation der Schüler stärken soll.
Die Woche startete am Montag mit einer sehr gelungenen Auftaktveranstaltung – nach einer Durchsage von StR Huber kurz vor der ersten Pause konnten die Schüler im Sinne einer Bewegten Pause in der Turnhalle verschiedene Übungsformen und Bewegungen ausprobieren. Turngeräte, Bälle, Skateboards, Tischtennisplatten und Bewegungskünstematerial standen den Schülern zur Verfügung. Im Raum der Stille gestaltete StRin Pretzl eine Meditationseinheit und eine Yogaübung, die ebenfalls von den Schülern sehr gut angenommen wurden. Über die ganze Woche verteilt ergänzten kleine Bewegungsübungen zu Beginn bestimmter Unterrichtsstunden die Auftaktveranstaltung.
Das weitere Programm für jede Klasse bestand aus drei Bausteinen: Themenschwerpunkt, Klassenrat und Zeit-für-uns-Stunden. In den Klassenrat-Stunden konnten die Schüler ihre Wünsche und Sorgen äußern und sich so – im Sinne einer basisdemokratischen Herangehensweise – aktiv mit ihrer Schule auseinandersetzen. Die Zeit-für-uns-Stunden fanden im Rahmen des Religions- und Ethikunterrichts statt und gaben den Klassen zusätzlich die Gelegenheit über aktuelle und wichtige Themen in ihrer Klasse zu sprechen.
Der Themenschwerpunkt war je nach Jahrgangsstufe unterschiedlich gewählt worden. Mit einem Klick auf die jeweilige Jahrgangsstufe gelangen Sie zu einem kurzen Bericht zu der jeweiligen Aktion:
5. Jahrgangsstufe: Sketchnotes – Lernen macht Spaß!
6. Jahrgangsstufe: Nachhaltiges Handeln
7. Jahrgangsstufe: Klimawandel
8. Jahrgangsstufe: Waldexkursion mit dem Förster
9. Jahrgangsstufe: Erste Hilfe – Leben retten kann jeder!
10. Jahrgangsstufe: Achtsamkeit
11. Jahrgangsstufe: Ausgewogene und nachhaltige Ernährung
StD Stefan Hüttl
5. Jahrgangsstufe: Sketchnotes – Lernen macht Spaß!
„Wie lernt man denn eigentlich Vokabeln?“ – „Wie soll ich mir denn die ganzen Fachbegriffe im Fach Biologie merken?“ – „Gibt es da nicht ein paar Tipps und Tricks?“ All das sind Fragen, die nach ein paar Schulwochen am Gymnasium bei einigen Fünftklässlern aufkommen. Um die neuen Schülerinnen und Schüler mit diesen Problemen nicht allein zu lassen, gibt es seit letztem Schuljahr für alle fünften Klassen verpflichtend den Unterricht im Fach „Lernen lernen“. Dass Lernen nicht nur Beschäftigung mit Texten bedeutet, durften die Schülerinnen und Schüler in der Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit kennen lernen. Gemeinsam mit OStRin Pöhlmann bekamen sie eine zweistündige Einführung in die Methode „Sketchnotes“.
Die Verbindung von einfachen Zeichnungen und Stichwörtern ist eine Möglichkeit, sich das Lernen zu erleichtern. Die Klassen zeichneten eifrig mit und erfuhren dabei, dass sich das „Sketchen“ nicht nur für das Lernen von Vokabeln eignet, sondern auch z.B. in der Biologie angewendet werden kann, wenn es um schwierigere Sachverhalte geht. Außerdem konnte man erfahren, dass wirklich jeder zeichnen kann. Bei „Sketchnotes“ geht es nämlich nicht um Perfektion, sondern darum, mit einfachen Mitteln, z.B. Tiere zu zeichnen. So wird aus zwei Kreisen, vier Punkten, zwei Dreiecken, vier kurzen Strichen und einer geschwungenen Linie ein Schwein gemalt. Den Beweis gibt es in den Bildern. Und mit kleiner Unterstützung wurden die Schülerinnen und Schülern im Laufe des Workshops selbstständiger und mutiger in ihren Darstellungen.
OStRin Sabine Pöhlmann
6. Jahrgangsstufe: Nachhaltiges Handeln
Die Schüler haben sich dabei arbeitsteilig mit folgenden Themen auseinandergesetzt:
– Plastikmüll-Vermeidung
– vegetarische oder vegane Ernährung
– nachhaltiger Kleidungskonsum
– nachhaltige Fortbewegung
StRin Franziska Müller
7. Jahrgangsstufe: Klimawandel
Im Rahmen der Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit befasste sich der Geographieunterricht der siebten Klassen mit dem Thema Klimawandel und Nachhaltigkeit.
Der Fokus des ersten Blocks lag auf den Auswirkungen des Klimawandels in Deutschland, genauer der Insel Norderney. In Gruppenarbeit erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler Folgen des Klimawandels und des dadurch bedingten Meeresspiegel-Anstieges für die Norddeutschen Inseln. Auch verschiedene Maßnahmen, die die Küstenerosion sowie häufiger und stärker auftretende Sturmfluten eindämmen sollen, wurden vorgestellt und auf ihre Nachhaltigkeit untersucht.
Nach häuslicher Recherche beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler im zweiten Block mit Auswirkungen des Klimawandels weltweit und präsentierten ihre Ergebnisse in Form von kurzen Präsentationen. Dabei erhielten die Schülerinnen und Schüler beispielsweise Informationen über klimabedingte Probleme in Bangladesch, New York, Indonesien oder Malawi. Vor allem die Berichte über extreme Wetterphänomene und die damit einhergehende Gefährdung von Menschenleben erzeugten Betroffenheit. Anhand dieser Darstellungen konnten die Klassen begreifen, dass der Klimawandel ein weltweites Phänomen darstellt, das die Menschen auch in den nächsten Jahren noch
vor tiefgreifende Probleme stellen wird und dass verschiedene Lösungsansätze ineinandergreifen werden müssen, um dieser Herausforderung zu begegnen.
StRin Alexandra Bellmann
8. Jahrgangsstufe: Waldexkursion mit dem Förster
Im Rahmen der bayernweiten Woche der Nachhaltigkeit und Gesundheit unternahmen die Schülerinnen und Schüler der drei achten Klassen am 13.10.2025 eine Exkursion ins Naherholungsgebiet Obere Wagensass. Revierförsterin Charlotte Hornung erläuterte vor Ort anhand von Beispielen aus der Forstwirtschaft die drei Säulen der Nachhaltigkeit: Ökologie, Wirtschaft und Soziales.
Thematisiert wurde insbesondere die langfristige Planung in Wäldern, denn selbst schnellwüchsige Arten wie Fichte und Kiefer benötigen rund 120 Jahre, um ihre volle Größe zu erreichen. Am Trimm-dich-Pfad werden derzeit Mischbestände aus Buche, Eiche und Douglasie angelegt, um den Wäldern durch klimaangepasste Baumarten größere Trockenresistenz zu geben. Ohne menschliches Zutun wäre Deutschland überwiegend von Buchenwald geprägt.
Die Exkursion vermittelte den Schülerinnen und Schülern ein anschauliches Verständnis dafür, wie eng Naturschutz, ökonomische Nutzung und gesellschaftliche Verantwortung in der Forstwirtschaft verknüpft sind.
StD Roland Merkl
9. Jahrgangsstufe: Erste Hilfe – Leben retten kann jeder!
In der diesjährigen Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit drehte sich an unserer Schule alles um das Thema Erste Hilfe. Denn: Helfen kann jeder – und manchmal entscheidet genau das über Leben und Tod.
Schon in der Unterstufe lernen wir die wichtigsten Grundlagen. Dazu gehört, wie man richtig einen Notruf absetzt und was bei der stabilen Seitenlage zu beachten ist. So wissen schon die Jüngsten, wie sie in einem Notfall ruhig bleiben und richtig reagieren können.
In der Mittelstufe ging es nun einen Schritt weiter: Wir durften selbst ausprobieren, wie man eine Wiederbelebung durchführt – also die Herzdruckmassage. Dabei wurde schnell klar: Es ist gar nicht so schwer, aber man braucht Mut und sollte regelmäßig üben. Außerdem haben wir unser Wissen aus der Unterstufe wiederholt und in kleinen Übungen gefestigt.
Für die Oberstufe wird das Ganze dann noch realistischer. Dort lernen die Schülerinnen und Schüler, wie man einen AED (Automatisierten Externen Defibrillator) bedient – also das Gerät, das man oft an öffentlichen Orten findet und das mit Stromstößen helfen kann, das Herz wieder in den richtigen Rhythmus zu bringen.
Das Ziel der ganzen Aktion: Jeder an unserer Schule soll wissen, was im Notfall zu tun ist. Denn Erste Hilfe ist nicht nur wichtig, sondern auch nachhaltig – sie rettet Leben und zeigt, dass Verantwortung und Zusammenhalt zählen.
Und mal ehrlich: Ein echter Lebensretter zu sein, ist doch ziemlich cool, oder?
OStR Thorsten Becker
10. Jahrgangsstufe: Achtsamkeit
Im Rahmen der „Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit“ sammelte die Jahrgangsstufe 10 vielfältige positive Erfahrungen bei ihren Yoga-Übungen, Schon zu Beginn merkten viele Schülerinnen und Schüler, dass Yoga ihnen eine Gelegenheit bot, den hektischen Schulalltag hinter sich zu lassen und bewusst zur Ruhe zu kommen. Besonders das gemeinsame Atmen und Dehnen half dabei, Spannungen abzubauen und einen klareren Kopf zu bekommen. Einige berichteten, dass sie sich nach nur wenigen Minuten deutlich entspannter fühlten und die innere Unruhe, die oft mit Tests oder Präsentationen einhergeht, merklich nachließ.
Auch die körperlichen Effekte wurden schnell spürbar. Übungen wie der „herabschauende Hund“ oder die „Kobra“ schulten nicht nur Beweglichkeit und Kraft, sondern zeigten vielen Jugendlichen erstmals, wie gut es tut, dem eigenen Körper achtsam Aufmerksamkeit zu schenken. Einige Schülerinnen und Schüler, die zuvor Rückenschmerzen oder Verspannungen hatten, stellten fest, dass sich ihre Beschwerden nach den sanften Dehnungen deutlich besserten. Besonders positiv wurde wahrgenommen, dass Yoga nicht leistungsorientiert ist: Jede und jeder konnte in seinem eigenen Tempo arbeiten, ohne Druck oder Wettbewerb.
Darüber hinaus stärkte die gemeinsame Yoga-Praxis das soziale Miteinander der Jahrgangsstufe. Das gemeinsame Lachen bei wackligen Balanceposen und das respektvolle Miteinander in der ruhigen Atmosphäre förderten das Gemeinschaftsgefühl. Viele empfanden es als wohltuend, die Mitschülerinnen und Mitschüler einmal außerhalb des üblichen Unterrichtskontexts zu erleben.
Insgesamt wurde die Yoga-Einheit zu einem bereichernden Aspekt der Gesundheits- und Nachhaltigkeitswoche. Sie zeigte den Jugendlichen, wie wertvoll es ist, sich regelmäßig Zeit für das eigene Wohlbefinden zu nehmen, und hinterließ bei vielen den Wunsch, Yoga langfristig in ihren Alltag zu integrieren.
StD Ludwig Nerb
11. Jahrgangsstufe: Ausgewogene und nachhaltige Ernährung
Im Rahmen der „Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit“ beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe mit dem Thema „Nachhaltige Ernährung“.
StD Rüdiger Schraml informierte die Schülerinnen und Schüler in einem einleitenden Vortrag über die Hintergründe nachhaltiger Ernährung, die neben der Dimension „Umwelt“ immer auch die Dimension „Gesundheit“ beinhaltet. Anhand eines möglichen „Bauplans“ für eine ausgewogene Mahlzeit zeigte Herr Schraml die Zusammenhänge zwischen den Nährwerten einer Mahlzeit (bezogen auf 100 g), ihrer Ausgewogenheit (Energiedichte, Nährstoffdichte) und der Nachhaltigkeit (CO2-Fußabdruck) auf.
Die Schülerinnen und Schüler werteten in der anschließenden Praxisphase ein selbst gewähltes Rezept hinsichtlich dieser Vorgaben aus. Dabei kam eine neue Version des mittlerweile bewährten Nährwertrechners zum Einsatz.
Anschließend erprobten die Schülerinnen und Schüler ausgehend von ihrem jeweiligen Beispielrezept verschiedene Strategien, den CO2-Fußabdruck bzw. die Ausgewogenheit der Mahlzeit zu optimieren.
Dabei zeigte sich, dass ausgewogener zusammengestellte Mahlzeiten in der Regel auch nachhaltiger sind.
StD Rüdiger Schraml