Herzog-Christian-August-Gymnasium

Sulzbach-Rosenberg

Ein Abend voller Klangfarben am HCA

Trotz der sommerlichen Hitze konnte das diesjährige Sommerkonzert des HCA-Gymnasiums sehr viele Zuhörer in die Turnhalle locken, die sich auf ein abwechslungsreiches und hochkarätiges Programm freuen konnten. Die Musiklehrerinnen Stefanie Rösch und Anja Onasch hatten in den Tagen zuvor intensiv mit den unterschiedlichsten Ensembles geprobt und damit die Grundlage für einen rundum gelungenen Konzertabend geschaffen.

Den Auftakt des Konzertes gestaltete das Orchester unter der Leitung von Stefanie Rösch mit „Viva la Vida“ von Coldplay. Das schwungvolle Stück mit seiner besonderen Rhythmik wurde von den gut 30 Musikerinnen und Musikern mit spürbarer Spielfreude überzeugend dargeboten. Gemeinsam mit der Big-Band folgte anschließend ein kraftvoller Ausflug in ferne Galaxien, bei dem es die beiden vereinigten Ensembles so richtig krachen ließen. Die Titelmelodie von „Star Wars“ beeindruckte hierbei mit ihren leiseren Momenten ebenso wie mit mächtigen Bläser-Passagen und sorgte so gleich zu Beginn für einen musikalischen Höhepunkt.

Ein besonderes Zeichen setzte der Chorbereich des HCA: Nach einigen Jahren ohne Chorarbeit am HCA gelang es der neue Musiklehrkraft Anja Onasch, wieder zahlreiche Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen für das gemeinsame Singen zu begeistern. Der Unterstufenchor, begleitet von Dorian Hrgic an der Klarinette, präsentierte mit viel Herz „Du hast ‘n Freund in mir“ von Klaus Lage. Obwohl nur wenige der Sängerinnen und Sänger in der Schule den Französischunterricht besuchen, wagte sich das Ensemble mit „On écrit sur les murs“, sogar an ein französisches Lied. Unterstützt von Laura Herbst und Melissa Plotts an den Querflöten, wurde der sichere und frische Vortrag vom Publikum mit großem Applaus belohnt. Auch der abschließende Klassiker „With a little help from my friends“ wurde begeistert aufgenommen.

Leisere Töne gab es bei „Creep“ zu hören. Begleitet von den beiden Musiklehrkräften an Klavier und Cello berührten Cam Linh Cao und Lillian Swisher an den Violinen mit ihrem ausdrucksstarken Spiel und meisterten ihren Auftritt mit Bravour.

Das Kontrastprogramm dazu bildete der Auftritt des Blechbläserensembles. Mit dem „Redoutengalopp“ brachten die fünf Bläserinnen und Bläser das traditionelle, beinahe volkstümliche Werk mit großer Spielfreude und Energie dar. Die lebendige Interpretation und der mitreißende Charakter des Stücks animierten das Publikum zum Mitwippen.

Eine Premiere stellte das nächste Stück dar. „Irgendwann bleib i dann dort“ sang der neu gegründete Lehrerchor unter der Leitung von Anja Onasch und weckte mit der Darbietung in dem ein oder anderen Zuhörer die Sehnsucht nach Griechenland, was angesichts der hochsommerlichen Temperaturen leicht nachzuvollziehen war.

 

 

Mit leisen, eindringlichen Tönen und einem Soloauftritt ging es weiter. Juli Karner überzeugte mit dem Stück „Where is my Mind“ durch eine feinfühlige und zugleich ausdrucksstarke Darbietung. Die Abiturientin zeigte eindrucksvoll ihre musikalische Reife und fesselte das Publikum spürbar.

Einen weiteren markanten Kontrast setzte danach das Oberstufenensemble. Der Abiturient Julian Schatz hatte „Square Hammer“ von Ghost selbst arrangiert. Mit großer Energie, sichtbarer Begeisterung und beeindruckender Präzision meisterte das Ensemble die mitreißende Rocknummer. Die anspruchsvollen Gitarren-Soli von Julian Schatz und die überzeugende Darstellung des gesamten Ensembles bewiesen, dass auch rockige Stücke in einem Sommerkonzert ihre Berechtigung haben.

Sängerisch ging es weiter. Der HCA-Chor unter der Leitung von Anja Onasch sang überzeugend drei Stücke mit dem Wort „Mercy“ im Titel. Mehrstimmige Passagen, kleine Choreografien und gekonnt vorgetragene Soli sorgten für einen mitreißenden Auftritt. Um „Mercy“ (also „Gnade“) brauchte dieses Ensemble beim Publikum nicht zu betteln, denn die Zuhörerinnen und Zuhörer ließen sich begeistert zum Mitklatschen animieren und unterstützen die Sängerinnen auf der Bühne. Im Anschluss boten die vereinigten HCA-Chöre das bekannte Volkslied „Abend wird es wieder“ nach dem Text von Hoffmann von Fallersleben dar und deuteten leise an, dass sich das Konzert langsam dem Ende näherte.

Doch leise sollte das Konzert nicht ausklingen. Das Oberstufenensemble mit Stefanie Rösch am Dirigentenpult nahm mit einigen zusätzlichen Musikerinnen und Musikern das Publikum mit auf eine klangvolle Reise nach Hawaii, indem sie die Titelmelodie der Serie „Hawaii Five-O“ spielten. Schwungvoll und enegiegeladen präsentierte das Ensemble das Stück und zeigte durch einige Soli, welche Klasse die Musikerinnen und Musiker haben.

Fast schon traditionell beendete die Big-Band unter der Leitung von Stefanie Rösch das Sommerkonzert. Volle Bläser-Power unterstützt durch Schlagzeug, E-Gitarre und E-Bass gab es bei „Enter Sandman“ von Metallica auf die Ohren. Besonders Julian Schatz machte in markanten, anspruchsvollen Solopassagen noch einmal ganz deutlich, welch außergewöhnlich talentierter Gitarrist nach dem bestandenen Abitur nun das HCA verlassen wird. Das letzte Stück, „Don’t stop believing“, mit seinen abwechselnd melodiösen und rockigeren Passagen, bot einen gebührenden Abschluss dieses mitreißenden Sommerkonzerts am HCA.

Nahezu 100 beteiligte Musikerinnen und Musiker standen an diesem Abend auf der Bühne und zeigten eindrucksvoll ihr Können, ihre Leidenschaft und ihr großes Engagement weit über den regulären Unterricht hinaus. Durch den Abend führten wieder in charmanter und witziger Art und Weise die Schüler Martin Lokotsch und Florian Teichrieb. Ein zusätzlicher Dank gebührt zudem der großartigen Technik-Crew, die für einen flotten Umbau zwischen den Stücken und einen gut abgestimmten Ton sorgte.

Der langanhaltende Applaus am Ende war Ausdruck großer Anerkennung für alle Beteiligten und bestätigte eindrucksvoll: das Sommerkonzert am HCA war auch in diesem Jahr wieder ein musikalisches Highlight im Schuljahreskalender.

OStRin Sabine Pöhlmann