Herzog-Christian-August-Gymnasium

Sulzbach-Rosenberg

Ein Abend voller Emotionen – Aufführung der Theater-AG der Unterstufe

„Chaos im Kopf – Emotions meet KI“

Warum verhalten wir uns mal mehr, mal weniger völlig irrational? Warum werden wir wütend, um im nächsten Moment todtraurig zu sein und dann doch wieder Freudensprünge zu machen?

Die Unterstufen-AG des HCA präsentierte eindrucks- und gefühlvoll (im wahrsten Sinne des Wortes!) die Ursachen dafür. Eine Reihe von personifizierten Emotionen kontrollierten nämlich die Protagonisten mittels eines Kontrollpultes in ihrem Kopf. Wie die Erzählerin des Abends, Prof. Dr. Dr. med. Knallkopf erklärte, handelte es sich dabei um Freude, Wut, Ekel, Trauer und Angst. Dazu kam noch Zweifel – der sollte zwar erst im 2. Teil vorkommen, aber Zweifel wird man nicht los.

Es kam jedenfalls zu einer ganzen Reihe von Turbulenzen, da die Emotionen nicht wirklich gut zusammenarbeiten konnten und daher, als sie mit der Situation einer neuen Schule konfrontiert waren, jede auf ihre Art versuchte die Situation zu lösen. Beschäftigt damit haben sie wohl nicht die Ankündigung gelesen, dass ein neuer Knopf auf dem Kontrollpult installiert werden sollte mit der Beschriftung „Vorpubertät“. Bei allen Eltern, die dies lesen, dürfte nun die Alarmglocken schrillen – diesen Kopf blos nicht drücken! …Natürlich wurde er gedrückt (ausversehen) und es setzt eine Reihe von absurden Ereignissen in Gang an deren Ende das Kontrollpult explodierte, die Protagonisten in ihrem eigenen Kopf mit ihren Emotionen gefangen war und auch Ralph Schumacher wissen wollte, wie viel das Auto wert ist – eben Chaos im Kopf („roll credits!“ 😉).

Was hat dies nun mit „KI“ zu tun? Steht ja schließlich im Titel. Nun, es gab noch einen zweiten Handlungsstrang im Stück, sozusagen die Meta-Ebene. Denn zwischendrin gab es Szenen zwischen dem Lehrer und Chat-GPT, die am Stück schrieben…oder es versuchten. Der Clou daran: Es waren die echten Konversationen des Lehrers mit der KI, dargestellt durch zwei Mitglieder der Theater-AG. Sehr deutlich wurden hier die Möglichkeiten und Grenzen der KI ausgelotet und dargestellt – diese ist schließlich auch nur ein Mensch und macht Fehler 😉.

In einem weiteren Handlungsstrang wurden dann noch die Reaktionen der Schülerinnen und Schüler aus der Theater-AG auf die von der KI erstellten Szenen und Bilder dargestellt. Einige (echte) Kommentare:

„Die KI hat den falschen Job!“

„Die KI ist komisch, die hört ja gar nicht auf Sie!“

„Digga, was sollen wir mit diesem s*** (hier wurde ein Piep eingespielt) Text?!“

„Die Szenen sind zu kurz!“

„Die sind ekelig, machen sie die weg!“

(Reaktion auf einige KI-Bilder für einen (fiktiven) Freund der Protagonistin)

Am Ende wurde aber durch bessere Prompts (Befehle für die KI) und die Vollversion doch ein lehrreiches und schönes Ende gefunden, auch für die Emotionen und die Protagonistin. Diese gelangte wieder zurück in die Realität und die Emotionen hatten gelernt, besser zusammenzuarbeiten.

Ende gut, alles gut? Sollte man meinen, allerdings stürmten am Ende die Techniker die Bühne – zum Entsetzen der Emotionen – und begannen mit rigorosen Umbauarbeiten – für die Maßnahme „Pubertät“. Ohhhh nein!

StR David Schönmann