Wissenschaft ist der Schlüssel zur Erschließung der Geheimnisse, die unsere Welt zu bieten hat – in diesem Sinne beschäftigten sich die Abiturientinnen und Abiturienten des HCA-Gymnasiums im Rahmen der angebotenen W-Seminare mit verschiedensten Themen auf wissenschaftlicher Basis. Schulleiter OStD Zänker und Oberstufenkoordinator StR Zapf würdigten in diesem Zusammenhang die besten Ergebnisse der W-Seminare und gratulierten zu folgenden hervorragenden Seminararbeiten:
Valerie Preiß untersuchte in ihrer Seminararbeit im Leitfach Chemie bei Herr Schraml zum Thema „Eigenschaften und Nachhaltigkeit von Lebensmitteln“ den Ascorbinsäure-Gehalt (Vitamin-C-Gehalt) von verschieden Apfelsäften. Um diesen zu bestimmen wurde eine Redoxtitration durchgeführt. Die zentrale Frage, ob Bioapfelsäfte mehr oder weniger Ascorbinsäure enthalten als konventionell hergestellte Apfelsäfte, konnte mit Hilfe wissenschaftlicher Methoden erfolgreich überprüft werden.
Im Rahmen des Leitfachs Geographie, das von StD Hüttl betreut wurde, thematisierte Paul Grafs Seminararbeit mit dem Titel „Die Donau in Regensburg: Ökosystem und Wirtschaftsfaktor“ das Spannungsfeld zwischen wirtschaftlicher Nutzung und dem Erhalt der natürlichen Donau. Sowohl durch ein Interview als auch mithilfe wissenschaftlicher Artikel und einer Wasseranalyse vor Ort wurde ersichtlich, dass in Zeiten des Klimawandels und Hochwassers auf eine nachhaltige Flussnutzung gesetzt werden muss.
In seiner Seminararbeit im Leitfach Geschichte bei StR Schönmann zum Thema „Die Stellung der Frau in der DDR – zwischen Theorie sozialistischer Gleichstellung und praktischen Alltagserfahrungen“ verglich Konstantin Schunk den Anspruch und Wirklichkeit der Gleichstellungspolitik in der DDR. Dabei wurden interessante Fragen wie der Einfluss der sozialistischen Ideologie auf das gesellschaftliche Bild der Frau oder Unterschiede in der Alltagsrealität in der DDR und der BRD kritisch reflektiert mit dem Ergebnis, dass die Gleichstellungspolitik des SED-Staates doch in vielen Bereichen erfolgreich war, wie etwa dem flächendeckenden Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen oder dem Erzielen einer beachtlichen Erwerbstätigkeitsquote von Frauen.
Nicolas Preißl beschäftigte sich in seiner Seminararbeit aus dem Leitfach Geschichte bei StR Schönmann mit der Frage, inwiefern Lady Diana mit ihrem sozialen Engagement einen Einfluss auf die Gesellschaft auswirkte. Der Fokus lag dabei auf mehreren Tabubrüchen, beispielsweise in Bezug auf das HIV-Virus, welche Diana maßgeblich vorantrieb. Das Ergebnis der Arbeit zeigt klar: Durch ihr Engagement beeinflusste Lady Diana nicht nur die damalige globale Gesellschaft. Auch heute noch sind ihre Errungenschaften für Minderheiten nachhaltig spürbar.
Malin Kopczyk war im ihrer Seminararbeit aus dem Leitfach Kunst zum Thema „Die Familie in der Kunst“ mit der Rolle der Mutter und der Frage, wie ihre vielfachen Belastungen durch Carearbeit, Haushalt, Karrierebestrebungen und gesellschaftlichen Erwartungsdruck sichtbar gemacht werden können, befasst. Ausgangspunkt der Arbeit war die historische Entwicklung des Mutterbildes und dessen Darstellungsmöglichkeiten im Film. Für die praktische Umsetzung interviewte sie mehrere Mütter und verband ihre Aussagen mit alltäglichen Szenen. Der entstandene Kurzfilm „Weil ich eine Mama bin“ thematisiert die oft unsichtbare Belastung von Müttern innerhalb patriarchaler Strukturen.
Herzliche Gratulation an alle genannten Abiturientinnen und Abiturienten zu ihren hervorragenden Arbeiten!
StR Christoph Zapf