Stadtkämmerer Andreas Eckl gab am HCA Einblick in die Finanzen der Stadt Sulzbach-Rosenberg.
Wie könnte die Stadt Sulzbach-Rosenberg attraktiver für Jugendliche werden? Dies war die Ausgangsfrage für die Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe am HCA bei einem Projekt zur Kommunalpolitik. An Ideen mangelte es nicht. So hätten viele gerne ein Outdoor-Fitnessstudio, eine Calisthenicsanlage im Stadtpark oder einen Fußballkäfig, wie es ihn schon in Poppenricht und Hahnbach gibt.
Doch wer soll das bezahlen? Um ein Verständnis für kommunale Finanzen zu erhalten, besuchte am 23. April Sulzbach-Rosenbergs Stadtkämmerer Andreas Eckl die Klassen 11A und 11B des Herzog-Christian-August-Gymnasium auf Einladung von Studienrat Tobias Grieb. In seinem kurzweiligen Vortrag erklärte Herr Eckl die Unterschiede zwischen Verwaltungs- und Vermögenhaushalt, was Schlüsselzuweisungen sind, wie die Kreisumlage funktioniert und vieles mehr. Was zunächst recht trocken klingt, veranschaulichte Andreas Eckl anhand vieler konkreter Beispiele. Dass Kommunen etwa in einigen Bereichen bewusst Defizite in Kauf nähmen, um den Bürgern etwas zu bieten, erklärte Andreas Eckl am Beispiel des Waldbades. Um kostendeckend zu wirtschaften, müsste die Stadt eigentlich einen Eintrittspreis von ca. 30 Euro verlangen.
Hinsichtlich der finanziellen Situation Sulzbach-Rosenbergs machte Andreas Eckl deutlich, dass die Stadt nicht auf Rosen gebettet sei. Altlasten, die Sanierung des Waldbades, Ausbau von Kitas und Ganztagsbetreuung, gestiegene Personalkosten sowie die relativ geringen Gewerbesteuereinnahmen würden zu haushälterischer Disziplin zwingen. Dennoch habe Sulzbach-Rosenberg einen genehmigungsfähigen Haushalt für 2026 auf die Beine gestellt.
Zu den Vorschlägen der Schülerinnen und Schüler empfahl Herr Eckl, an persönlich an Stadträte oder an den Jugendbeirat heranzutreten. Wenn ein Antrag in den Stadtrat eingebracht werde, müsse die Realisierbarkeit zumindest geprüft werden. Er sei sich sicher, dass bei den Stadträten und beim Bürgermeister der Wunsch vorhanden sei, die Attraktivität Sulzbach-Rosenbergs für Jugendliche zu steigern.
StR Tobias Grieb