Herzog-Christian-August-Gymnasium

Sulzbach-Rosenberg

Exkursion in die Schweiz

Einst besuchte Albert Einstein die ETH Zürich. Am 3. Juli nun auch das Biologie Leistungsfach der Q12.  

Während unseres zweitägigen Aufenthaltes in der Schweiz durften wir viele Einblicke sowohl in die physikalische als auch die biologische Forschung gewinnen. Zuerst besuchten wir für den physikalischen Aspekt das Paul-Scherrer-Institut in Villigen. Dort bekamen wir eine Führung durch das Gelände, mit Fokus auf das SLS (Schweizer-Licht-Synchrotron), in dem durch eine Teilchenkanone und speziellen Magneten (Undulatoren), Elektronen auf Kreisbahnen gehalten und auf nahezu Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden. Diese Elektronen- und Protonenstrahlen, die in einer anderen Anlage erzeugt werden, werden dann zum Beispiel für Experimente und auch die noch eher seltene Protonentherapie, welche es ermöglicht, gezielt und nicht invasiv gegen Tumore vorzugehen, ohne gesundes Gewebe zu beschädigen, genutzt.

 

Weiter wurde uns die Forschungsanlage SwissFEL, ein Elektronenbeschleuniger, erklärt, jedoch konnten wir diese nicht besuchen, da sie ständig in Betrieb ist.

 

Nachdem wir den Abend mit einem Spaziergang am See ausklingen ließen, ging es am nächsten Tag an die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH).  Dort führten wir verschiedenste biologische Versuche durch, indem wir mit einer Polymerasen-Kettenreaktion (Vervielfältigung von DNA-Strängen) begannen, die wir dann mithilfe von Gelelektrophorese auswerten durften. Zudem konnten wir Bakterienplasmide isolieren und überprüfen, wie viele Bakterien auf unseren Daumen in verschiedenen Sauberkeitsgraden „wohnten“.  

Eine Zusammenführung der Biologie und Physik durften wir bei der Elektronenmikroskopie erleben, wodurch viel genauere Bilder von Materialien und Zellen gemacht werden können, da dieses Mikroskop mit Elektronenstrahlen, statt mit Lichtwellen arbeitet.

Die Energie für das ganze Forschen bekamen wir durch Pizza, die wir mit dem Team unseres Gastgebers, Prof. Dr. Martin Pilhofer, teilten. Dieses Abenteuer wurde uns spendiert von dem eben genannten Gastgeber, der selbst einst das HCA besuchte.

Vielen Dank an ihn und unsere Lehrkräfte, Frau Guist und Herrn Merkl, ohne die das alles nicht möglich gewesen wäre. Es war uns ein Fest!

 

Johanna Dotzler, Lotta Franke, Helene Heldrich, Q12

P.S.: Dieser Artikel war eine Gruppenarbeit (was im Abi leider nicht erlaubt ist, trotz tollem Teamwork).